Rezept: Shampoo-Seife

von Yella

 

Shampoo Bars (Shampoo-Seifenstangen) sind kompakt, lustig, halten lange und sparen jede Menge Verpackung. Und als Seife lassen sie sich auch benutzen. Weil sie aber teuer sind, zeigen wir euch, wie ihr die einfach selbst macht.


Die Zutaten: Wasser, Sheabutter (mittig), Tensid (das weiße Pulver re.o.), Stärke und ätherische Öle
Die Zutaten: Wasser, Sheabutter (mittig), Tensid (das weiße Pulver re.o.), Stärke und ätherische Öle

Hierfür brauchst du ein Tensid als waschaktive, schaumbildende Substanz, zu diesem Thema kannst du dich im Internet weiter schlau machen und ggf. das Passende für dich heraussuchen. Es gibt mittlerweile auch natürliche Tenside auf Zucker- oder Kokosölbasis und seit Neuerem auch die Acylglutamate, die aus fermentierten Zutaten hergestellt werden. Das folgende Rezept arbeitet mit dem Tensid SLSA aus Kokosöl (über viele Internet-Shops zu beziehen):

  • 45 g Sheabutter
  • 100 g SLSA-Tensid oder SCS-Tensid (auf Kokosbasis)
  • 100 g Speisestärke
  • (optional) 5-10 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel)
  • (optional) Blütenblätter
  • (optional) ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe
  • Du kannst auch mit weiteren Inhaltsstoffen wie Lavaerde, weiteren Fetten usw. experimentieren, hierbei musst du eventuell die Menge des Tensids und der Speisestärke anpassen

Hier unsere Fotostrecke:


1. Die Sheabutter im warmen Wasser schmelzen.
1. Die Sheabutter im warmen Wasser schmelzen.
2. Währenddessen die übrigen Zutaten vermischen: Tensid, Stärke, ätherische Öle und Blütenblätter. Vorsicht, das Tensid staubt sehr!
2. Währenddessen die übrigen Zutaten vermischen: Tensid, Stärke, ätherische Öle und Blütenblätter. Vorsicht, das Tensid staubt sehr!

3. Alles vermengen, bis sich eine kneteartige Masse ergibt.
3. Alles vermengen, bis sich eine kneteartige Masse ergibt.
3. Masse gut in Formen drücken und trocknen lassen - dabei wird sie fest.
3. Masse gut in Formen drücken und trocknen lassen - dabei wird sie fest.

 

Nun kannst du dein selbstgemachtes Shampoo Bar schon verwenden! Wichtig ist allerdings, dass du es zwischen den Anwendungen trocken aufbewahrst. Viel Freude beim Matschen! :-)

 


Rezept: Anti-Mückenmittel

von Yella

 

Wer sich vor lästigen Mückenstichen schützen möchte, greift schnell mal zur Flasche - und nebelt sich mit Nervengift ein. Viele herkömmliche Anti-Mückenmittel beinhalten unter anderem DEET. Dieses Pestizid dringt leicht durch die Haut in den Blutkreislauf und kann dann unerwünschte Wirkungen auf das Nervensystem entfalten (z. B. Taubheitsgefühle und Kribbeln, bei großflächiger Anwendung auch Hirnschädigungen und Krampfanfälle). Wenn das Mittel auf großen Flächen aufgetragen wird (z. B. ganzer Oberkörper - diese Fläche wird schnell bedeckt!), besteht ein höheres Risiko, dass DEET Nervenschäden hervorruft, vor allem bei Kindern.

 

Machen wir doch unseren eigenen Anti-Mücken-Riegel! Die Herstellung ist mal wieder denkbar einfach, du benötigst dafür nur folgende Zutaten:

  • 30g Kokosöl
  • 30g Sheabutter (oder ähnliches)
  • 30g Bienenwachs
  • ca. 50 Tropfen ätherische Öle

An ätherischen Ölen eignen sich zum Beispiel:

  • Lavendel
  • Cedernholz
  • Lemongrass
  • Pfefferminz
  • Citronella
  • Teebaumöl

Probiere selbst, was deiner Nase am ehesten und den Mücken am wenigsten zusagt. Für meinen Anti-Mücken-Riegel wurden jeweils 10 Tropfen von allen oben genannten Ölen verwendet - der Geruch ist ein angenehmer, typischer "Anti-Mücken-Duft".

 

Kokosöl und Sheabutter werden im Wasserbad schonend geschmolzen, dann wird das Bienenwachs hinzu gegeben und ebenfalls geschmolzen. Anschliessend fügst du die Mischung der ätherischen Öle hinzu und füllst die Masse in eine Form deiner Wahl. Erkalten lassen, aus der Form lösen. Sollte der Riegel hartnäckig die Form nicht verlassen wollen, hilft entweder das Einfrieren in der Tiefkühltruhe oder kurzes Eintauchen in heisses Wasser, sodass die äussere Schicht leicht anschmilzt.

 

Eincremen und zum Mückenschreck mutieren! :-)

Also, lass jucken!!!

 



15 ökologische Wasch-Tipps

Saubermacher sind wichtige Helfer in unserem Leben. Doch sie verschmutzen häufig die Umwelt und gelangen ins Abwasser. Laut Umweltbundesamt (UBA) befinden sich in unseren Haushalten rund 20 Millionen Tonnen Textilien. Für das Waschen davon gelangen jährlich gut 600.000 Tonnen Wäschewaschmittel ins Abwasser, darunter auch spezielle Waschmittel und Weichspüler. Gut zu wissen, dass es auch ohne Chemiekeulen geht:

 

smarticular.net/12-tricks-fuer-bessere-waesche-oekologischer-sauberer-und-preiswerter-waschen/amp/

 



Rezept: Flüssigwaschmittel

  •  

    60g Kernseife (ohne Palmfett)
  • 8 EL Waschsoda
  • 4l Leitungswasser
  • 1 großer Topf

60 Gramm Kernseife mit einem Haushaltshobel klein raspeln, zusammen mit dem Waschsoda im Wasser aufkochen, abkühlen lassen und nochmals aufkochen. Wer möchte, kann ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben.

 



Rezept: Zitrus-Essig-Reiniger

  • 1 gut verschließbares Glas
  • Essig (soviel, wie ins Glas passt)
  • beliebige Zitrusfrüchte (Grapefruits, Orangen, Zitronen oder Limetten)

 

Zitrusfrüchte auspressen, die Reste klein schneiden und alles in das Glas geben. Essig darauf gießen, bis alles vollständig bedeckt ist. Das Glas verschließen und 2 Wochen warten. Essigreiniger abseihen, fertig.

 



Hier: Zitronen-Hautcreme im Tiegelchen.
Hier: Zitronen-Hautcreme im Tiegelchen.

Rezept: Zitronen-Deo

  • 100ml Wasser
  • 1/2 geriebene Zitronenschale (duftet, desinfiziert)
  • 1 TL Natron (bindet den Schweißgeruch, desinfiziert)

 

Die Zitronenschale im kochenden Wasser 15 Minuten ziehen lassen, Natron dazugeben, abkühlen lassen. Zitronenschalen abseihen. In Sprühfläschchen füllen und kühl lagern. Das Zitronen-Deo ist 1-2 Monate haltbar.

 

Quelle: http://www.umweltberatung.at/downloads/naturkosmetik-infobl-reinigung.pdf

Film: https://www.youtube.com/watch?v=SzuSL_2De7w

 



Lecker duftendes handgemachtes „Coco-Deo“ im Gläschen.
Lecker duftendes handgemachtes „Coco-Deo“ im Gläschen.

Rezept: „Coco-Deo“

von Yella

 

Kokosfett muss leider importiert werden. Dennoch lassen sich daraus prima Deos herstellen, denn Kokosfett ist bei Zimmertemperatur fest und verringert die Bakterienbildung bei Schweiß. Solche Deos pflegen die Haut, sind aber nicht schweißhemmend. Wir verzichten absichtlich auf Konservierungsmittel oder Schweißhemmer. Denn die Industrie benutzt dazu Aluminium-Salze, die einfach die Schweißporen verstopfen. Das ist aber schädlich für die Haut.

 

  • 3 TL Kokosfett
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Stärke (Mais- oder Kartoffelstärke)
  • evtl. ein paar Tropfen ätherische Öle

 

Kokosfett mit Natron und Stärke verrühren, bis eine glatte Paste entsteht. Wenn die Creme zu flüssig ist, noch mehr Stärke zugeben, bis die Creme so fest ist, wie ihr sie mögt. Wer mag, kann ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. Unter dem Stichwort „Coco-Deo“ findet ihr viele weitere Rezepte im Netz.

 



Rezept: Spitzwegerich-Salbe

von Yella

 

„Heute geh` ich zum Arzt, denn der muss auch leben. Der verschreibt mir was, denn die Pharmaindustrie muss auch leben. Das kauf ich in der Apotheke, denn die müssen auch leben... Und dann schmeiss ich das ganze Zeug weg, denn ich will auch leben!“

 

Selbstversorgung hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun, obiges Zitat von Luisa Francia bringt das sehr schön auf den Punkt. Wer die eigene Gesundheit selbst in die Hand nehmen möchte, befreit natürlich zuerst einmal den Vorratsschrank in der Küche von allem, was nur Nahrungs- und nicht LEBENsmittel ist. Und auch das eigene Oberstübchen sollte dann gründlich ausgemistet werden.

 

Darüber hinaus lassen sich viele altbewährte Heilmittel ganz einfach selbst herstellen.

 

Spitzwegerich bei Insektenstichen

Bei Spaziergängen bildet er DAS Notfallmittel bei Insektenstichen schlechthin: Einfach ein Blatt grob zerkauen und den Brei dann auf die Stichstelle auftragen - wirkt wunderbar!

 

Weitere Wirkungen:

Als Salbe hilft er bei Stichen jeder Art, Wunden, Entzündungen, Ekzemen und Verbrennungen, als Saft oder Sirup bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen wie Asthma und Lugenentzündung, sowie Reizdarm und Magenschleimhautentzündungen. Des weiteren wirkt er entzündungshemmend, antibakteriell und beschleunigt die Wundheilung.

 

Die Herstellung von Sirup und Salbe ist denkbar einfach: Sowohl für Sirup als auch für Salbe gibt es jeweils ein Rezept für Geduldige und eines für Ungeduldige.

 

Spitzwegerich-Salbe für Geduldige

Die grob zerhackten Spitzwegerichblätter werden mit gutem Öl bedeckt, dann dürfen sie zwei Wochen an einem sonnigen Örtchen ziehen. Anschliessend, wird das Öl abgeseiht und mit 12 Gramm Bienenwachs pro 100 ml Öl im Wasserbad erhitzt, bis das Wachs geschmolzen ist. Abfüllen in Tiegel - et voilà!

 

Spitzwegerich-Salbe für Ungeduldige

Gehe vor wie oben, aber anstatt, dass du zwei Wochen wartest, erhitzt du den Spitzwegerich im Öl im Wasserbad und lässt ihn für 30 Minuten bei geringer Wärme ziehen.

 

Als vegane Variante kann man auch einfach den Spitzwegerich in Kokosöl ansetzen (statt mit Bienenwachs), das Kokosöl verfestigt sich dann bei Zimmertemperatur wieder.

 

Spitzwegerich-Sirup für Geduldige

Hacke die Spitzwegerichblätter grob in Stücke, schichte sie lagenweise mit Zucker (oder Honig) in ein Schraubglas (letzte Schicht sollte aus Zucker bestehen, sodass die Blätter bedeckt sind) und lagere das Ganze dunkel. Nach zwei Monaten hat sich der Zucker verflüssigt, den so entstandenen Sirup kannst du nun in Flaschen abfüllen.

 

Spitzwegerich-Sirup für Ungeduldige

Die grob gehackten Blätter werden in einem Topf mit Wasser bedeckt, dann kochst du einen Sud daraus, indem du das Ganze 20 Minuten simmern lässt. Anschliessend filterst du den Sub and gibst Zucker hinzu, sodass der Zuckeranteil bei mind. 60% (das garantiert die Haltbarkeit deines Sirups) liegt. Den Zucker auflösen und den Sirup abfüllen.

 

Auf den Fotos haben wir den angesetzten Ölauszug, sowie die Sirupproduktion für Ungeduldige dokumentiert.

 



Erfahrungsbericht: Natur-Hygiene

Kennt ihr schon Jen und Can von Gaiama? Das junge Paar hat sich vor 5 Jahren per Drahtesel aufgemacht und nun schon vor einiger Zeit ihr persönliches Paradies auf Erden in Peru gefunden. Jen schreibt schöne Artikel über ihre Leidenschaften - rohveganes Essen, die Beziehung zum eigenen Körper und zur Natur, den Dschungel und das Leben dort.  Den beiden ist es mit der Selbstbestimmung wirklich ernst. Und dabei gehen sie sehr viel weiter als die meisten von uns. In diesem Beitrag schreibt Jen darüber, wie sie sich von Shampoo, Seife und Cremes befreit hat und auch vor Themen wie der Menstruation macht sie nicht halt:

gaiama.org/de/blog/die-hat-nix-drauf

 



Eine winzige Schlupfwespe: Der natürliche Feind der Mehlmotten.
Eine winzige Schlupfwespe: Der natürliche Feind der Mehlmotten.

Schlupfwespen gegen Mehlmotten

Wenn selbst gründliches Putzen, Ausräumen und In-Gläser-Verpacken nicht mehr ausreichen, muss die Natur her: Die Schlupfwespe ist ein natürlicher Feind der Mehlmotte. Sie ist klein und vollkommen harmlos. Sie sieht eher wie eine winzige hauchdünne Fliege aus und sticht auch nicht. Die Schlupfwespe legt ihre Eier direkt in die Motteneier. Sind die Motten weg, verschwindet auch die Schlupfwespe wieder. Eine natürliche und nachhaltige Lösung, die aber nur bei richtig starkem Mottenbefall sinnvoll ist. Schlupfwespen bekommt ihr in vielen Baumärkten oder übers Internet.

 



Ökologische Kauf-Tipps